Benutzerdefinierte Domain für serverseitiges Tagging einrichten (sGTM)
Für produktives serverseitiges Tagging ist eine eigene Subdomain der empfohlene Standard (z. B. collect.ihrewebsite.de). Die Subdomain dient als technischer Endpunkt für den Tagging-Server (sGTM) und bildet die Grundlage für ein stabiles First-Party-Setup.
Empfohlen wird eine Subdomain, die zur Hauptdomain der Website gehört (Same-Origin). So lassen sich Cookies zuverlässiger setzen und Signale konsistent an den Tagging-Server übergeben.
Vorteile einer benutzerdefinierten Domain:
- First-Party-Tracking über eine eigene Domain
- Stabilere Datenerfassung trotz Browser-Restriktionen
- Datenschutzfreundliche und zukunftssichere Architektur
Voraussetzungen
Für die Einrichtung benötigen Sie:
- Eine eigene Domain (z. B. ihrewebsite.de)
- Zugriff auf die DNS-Verwaltung der Domain
- Optional: Unterstützung durch IT oder Hosting-Provider
Schritt 1: Subdomain festlegen
Zunächst wird eine Subdomain definiert, die künftig als sGTM-Endpunkt dient. Übliche Bezeichnungen sind beispielsweise:
- collect.ihrewebsite.de
- data.ihrewebsite.de
- metrics.ihrewebsite.de
Die Wahl des Namens hat keine funktionalen Auswirkungen. Technisch neutrale Subdomain-Namen sind empfehlenswert, da einige Content-Blocker auf bestimmte Begriffe reagieren.
Schritt 2: DNS-Einträge anlegen
In der DNS-Verwaltung der Domain werden die folgenden DNS-Einträge für den Betrieb des sGTM-Endpunkts hinterlegt.
Die angegebenen Werte für Name und Ziel-IP dienen als Platzhalter und müssen ersetzt werden.
A-Record (erforderlich)
Der A-Record ist zwingend notwendig und stellt die Erreichbarkeit des sGTM-Endpunkts über IPv4 sicher.
- Typ:
A - Name:
data - Ziel-IP:
192.0.2.123 - TTL:
3600(empfohlen)
AAAA-Record (optional, aber empfohlen)
Der AAAA-Record ermöglicht die Erreichbarkeit über IPv6 und ergänzt das Setup.
- Typ:
AAAA - Name:
data - Ziel-IP:
2001:db8::1 - TTL:
3600(empfohlen)
Warum ist ein AAAA-Record sinnvoll?
Der AAAA-Record ermöglicht die Erreichbarkeit des Tracking-Endpunkts über IPv6.
Da insbesondere mobile Netzwerke IPv6 nutzen, trägt der AAAA-Record zu einer stabileren Datenerfassung bei und kann die Qualität der Event-Zuordnung verbessern, z. B. bei der Meta Conversions API.
Sofern Ihr DNS-Provider IPv6 nicht unterstützt, kann auf den AAAA-Record verzichtet werden.
Schritt 3: Subdomain im Tagging-Server hinterlegen
Damit die Subdomain als Endpunkt genutzt werden kann, wird sie zusätzlich im Tagging-Server hinterlegt.
Was passiert nach dem Anlegen der DNS-Einträge?
Nach dem Speichern der DNS-Einträge läuft im Hintergrund ein automatisierter Prozess:
- DNS-Propagation: Die weltweite Aktualisierung der DNS-Einträge kann bis zu 24 Stunden dauern (häufig deutlich schneller).
- Automatische Erstellung des SSL-Zertifikats: Während dieser Phase ist die Subdomain vorübergehend nicht erreichbar.
- Technische Prüfung und Freigabe: Nach erfolgreicher Prüfung wird der Endpunkt produktiv geschaltet.
Nach Abschluss der Einrichtung steht die benutzerdefinierte Domain für die Einbindung im Web-Container und im Quelltext der Website zur Verfügung.